#10 Jüngster Report & Besuch von Father Gerald

Erst auf den zweiten Blick bemerkt man, dass sich in „unserer“ Klasse in Owerri kleine Dinge verändern. Im letzten seiner monatlichen Berichte erläutert Sekretär Kingsley Näheres dazu.

Jüngster Report

Die Lehrer haben inzwischen die Werkstatt neu eingerichtet, die Plätze sind jetzt hintereinander angeordnet wie in anderen Schulen. So wird der Raum besser genutzt.Eine weitere Butterfly-Nähmaschine scheint Esther mitgebracht zu haben. Es werden jetzt aber auch mehr Maschinen benötigt. Denn die Werkstücke werden größer, die Arbeit daran dauert länger. Während die einen an einer Maschine sitzen, warten die anderen auf den Bänken. Auch davon haben wir Bilder. Die Wartenden sind dann entweder in Hefte vertieft, oder sie haben die Bank so hingerückt, dass sie die Anweisungen eines Lehrers an einem Arbeitsplatz mitbekommen können.
In jedem Fall ist gut nachzuvollziehen, dass der jüngste Bericht die Bitte um weitere Maschinen enthält. Wir müssen freilich abwarten, was uns ergänzend zu dieser Bitte noch über die räumliche Situation berichtet wird. Denn irgendwo müssten die Maschinen ja auch stehen.
An die Kosten erinnert die Quittung aus dem Oktober, umgerechnet handelt es sich um ca. 500 Euro pro Maschine.

Eine große Freude ist es, aus dem jüngsten Report zu erfahren, dass die von uns bestellten kleinen Taschen nicht etwa wie gedacht von Esther genäht werden: vielmehr hat sie den Schülern einzeln beigebracht, diese selbst zu produzieren. Alle sind inzwischen dazu fähig!

Father Geralds Besuch im August

Die Taschen wird uns Father Gerald mitbringen, wenn er im August wieder in seine geliebte Gemeinde nach Mittenwald kommt.
Wir freuen uns, ihn dann dort besuchen und im direkten Gespräch viel mehr Details erfahren zu können. Einen Vortrag wie im vergangenen Jahr, als sein Aufenthalt in den Juli fiel, wird es jedoch diesmal nicht geben, da während der Ferienzeit viele verreist sind. Wir möchten aber

am FR, 9. August, ab 15.00 Uhr

die Gelegenheit geben, ihn im „Werkraum“ bei einem Kaffeetrinken zu treffen. Zur besseren Planung bitten wir herzlich um Rückmeldung, wer hier dabei sein möchte.

Pläne für die weitere Zukunft

Die weiteren Pläne werden wir erst beim persönlichen Treffen besprechen können.
Einstweilen freuen wir uns über einen von den Lehrern und der Schülervertreterin Emmanuella bereits geschickten Dankesbrief.

Auch der Erzbischof hat uns geschrieben und gedankt. Er spricht davon, dass einige Schüler bei der Diözese angestellt werden sollen. Für andere hofft er auf einen von Spendern übernommenen Mikro-Kredit.

Hier sehen wir eine Möglichkeit zur Fortsetzung unseres Engagements: Wäre es möglich, dass mit unserer aller gemeinsamen Unterstützung einzelne Schüler sich durch eine mehrmonatige Arbeit für die Kirche eine eigene Butterfly-Nähmaschine erarbeiten?
Erzbischof Obinna will sich darum bemühen, staatliche Gelder zu beantragen, um den Fortgang der Ausbildung zu sichern. Ob ihm dies gelingen wird, steht außerhalb unseres Einflussbereichs. Wir können nur mit ihm darauf hoffen, dass die Lehrergehälter künftig selbst erwirtschaftet oder eingeworben werden können. Über die Anschaffung von Nähmaschinen für die Komplettierung der Werkstatt und die Mikro-Kredite hinaus wäre von unserer Seite allenfalls nochmals ein Einsatz für Fahrgelder und Mittagsversorgung der Schüler denkbar.

So hoffen wir diesmal gleich in mehreren Punkten auf Ihre Rückmeldung und gute Ideen.

Mit herzlichen Grüßen für schöne Sommertage,
Ihre Anette Völker-Rasor und Ulrike Sidki