#6 Es geht weiter in der Nähwerkstatt

Vor ein paar Tagen sahen Ann Onumajuru und Kingsley Ohaeri sich noch um, was alles zu tun ist, jetzt stehen bereits die Nähmaschinen!

Einrichtung der Nähwerkstatt

Denn ganz so schnell, wie wir es zur Zeit des letzten Rundbriefs noch erhofft hatten, ging es dann doch leider nicht. Der in einer Mädchenschule ausgeguckte Raum konnte kurzfristig nicht genutzt werden. Die jungen Erwachsenen sollten nach Wunsch des Erzbischofs mit den Kindern nicht gemischt werden.
Innerhalb weniger Tage aber fand Father Gerald einen Raum in einem Haus, welches ebenfalls der Kirche gehört. Allerdings ist es in einem ähnlich bejammernswerten Zustand wie das für die Sanierung geplante Gebäude. Doch in kürzester Zeit wurden Durchbrüche verputzt und Wände gestrichen. Und die Einrichtung der Werkstatt ist nun im vollen Gange.
Zu den Kosten: Nach Sichtung der Quittungen für den Kauf der Nähmaschinen hat sich gezeigt, dass für das Jahresbudget statt der im Oktober noch mitgeteilten € 500,- nun doch
€ 800,- nötig sind. Ein Extraposten wird jetzt darüber hinaus noch für die Herrichtung des Raums sowie für Regale und Ventilatoren anfallen. Die Kalkulation kommt demnächst.

Bericht über den Maschinenkauf

Inzwischen haben wir auch einen ausführlichen Bericht darüber, wie und wo der Kauf der Näh-maschinen vonstatten gegangen ist.
Ann und Kingsley sind dafür mit Father Gerald zusammen am 1. Oktober Richtung Südosten nach Aba fahren. Für die knapp 70 km lange Strecke braucht man etwa 2 Stunden. Dort befindet sich eine Firma, die auf Industriemaschinen spezialisiert ist. Nach der Auswahl dort hat man den Amaohuru-Markt in Aba besucht, wo es die Utensilien zum Nähen gab.
Danach war noch der Transport aller gekauften Waren, die im PKW nicht mitgenommen werden konnten, zu organisieren. Abends um zehn Uhr war die Expedition abgeschlossen. Am nächsten Tag kam die Lieferung in Owerri an.
Ein Wort noch zu Ann und Kingsley:
Ann hat eine NCE, eine Nigeria Certificate Education, als Schneiderin und hat bereits zehn Jahre als Ausbilderin für Modeschnitt und Modeschneiderei für Damen- wie für Herrenbekleidung gearbeitet. Vor einiger Zeit ist leider ihre eigene Werkstatt abgebrannt, sodass sie jetzt froh ist, für die Erzdiözese arbeiten zu können. Kingsley ist Buchhalter mit BEd-Ab-schluss (Bachelor of Education) von der Imo State Universität. Er ist bereits seit sieben Jahren für die Erzdiözese tätig.
Auch über die künftigen Schneideranwärter wissen wir schon mehr: Sie stammen aus armen Familien und leben in verschiedenen Gegenden der Erzdiözese. Wir hoffen, sie im Laufe der Zeit auch näher kennen lernen zu dürfen.

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